Westfalenpost

„Ein kleiner schnuckeliger Ort, hier ist die Welt heile”
Kommission von „Unser Dorf hat Zukunft” besucht Budberg / 100 Bürger besichtigen Ort
Werl-Budberg. In jeder Ecke des Ortes blitzte und blinkte es, die Kinder spielten Tischtennis oder malten mit Kreide auf die Straße. Eine alltägliche Szene und doch etwas ganz Besonderes in Budberg. Gestern besuchte die zwölfköpfige Jury von „Unser Dorf hat Zukunft” den Ort. Seit 13 Jahren hat Budberg nicht mehr beim Wettbewerb mitgemacht - jetzt hieß es, die das Positive aufzuzeigen. Entlang der Skulpturen-Tour (die WP berichtete) erklärten Stephan Becker und Kerstin Rammelmann die Besonderheiten des Ortes, kleine Geheimnisse und die schönsten Aussichtspunkte. „Ein kleiner schnuckeliger Ort, hier ist die Welt noch heile”, freute sich Jury-Mitglied Christa Lenz über Budberg, während sie flotten Schrittes zur nächsten Station eilte. Nur zwei zwölfjährige Jungen waren anfangs ziemlich genervt vom Rundgang: Niklas Gehrke und Simon Wimmeler sollten den Bollerwagen mit der Lautsprecherbox ziehen, doch der quietschte so dermaßen, dass die beiden erfolgreich einen baldigen Austausch forderten. Für den Vorsitzenden der Jury, Ulrich Nickel, gab es bei der Hitze einen angenehmen Part: Der Budberger Traktor-Fan Fritz Beckheier kutschierte den Vorsitzenden eine ganze Weile mit einem Oldtimer- Traktor durch den Ort. „Eine sehr schöne Fahrt, ich habe mich richtig wohl gefühlt”, erklärte Nickel anschließend. „Ich freue mich, dass das Hobby hier noch gepflegt wird”, ergänzte er. Auch die Kinder waren in die Präsentation mit eingebunden, so stellten Jurek Preker, Paula und Pia Bünger das Projekt „Froschhüpfer” vor: Ein Dorfführer von Kindern für Kinder gemacht. Außerdem legten sie den zwölf Juroren noch die „Budberger Post” ans Herz. „Da haben wir jetzt die erste Ausgabe von gemacht”, erzählte Pia stolz. „Ich glaube, dass Budberg Zukunft hat - denn hier ist Bodenständigkeit gepaart mit moderner Entwicklung”, erklärte Jury-Vorsitzender Ulrich Nickel noch kurz vor der Abfahrt der Kommission den Budbergen mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. Da störte es auch nicht, dass an einer Ecke des Ortes gerade ein Fertighaus angeliefert wurde.

Zum Thema Budberger Skulpturensommer 2008 finden Sie in Kürze eine Rubrik in unserer Galerie.

Bilder können auch in den beiden Mediengalerien der Zeitungen angesehen werden.