Die Geschichte

Freiwillige Feuerwehr Budberg

Die Gründung im Jahr 1911

Aufgrund der vorher geschilderten Ereignisse und auf Anregung des Ehrenamtmannes Baron von Papen Westrich hin treffen sich am 10.04.1911 verantwortungsbewusste Bürger aus Büderich und Budberg, die sich bereit erklärten, eine freiwillige Feuerwehr des Kirchspiels zu gründen, wie bereits vorher in anderen Städten und Gemeinden des Kaisereichs geschehen war.

In einer weiteren Versammlung am 14.Mai 1911, wurde der Vorstand gebildet, der aus dem Chefs der Brandwehr Fritz Becker, Budberg und Heinrich Rinsche Büderich, bestand. Am 11. Juni 1911 wurde die endgültige Gründung der freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Das Protokoll dieser Versammlung ist uns bis heute erhalten geblieben.Die Satzung wurde von den zuständigen stellen am 0.07.1911 genehmigt. Nun war der Weg frei um die finanziellen Mittel zu Beschaffung der Uniformen und technischen Ausrüstungsgegenstände bereitzustellen.

Für die Budberger „Spritzenabteilung“ bestand diese aus:

 

- einer Handdruckspritze mit einem Kupferkessel

- einem Strahlrohr

- diversem Schlauchmaterial

- Feuerhaken

- Löscheimern

- Der persönlichen Ausrüstung wie z. B. Helmen, Gurten, Beilen und Uniformen

Die nur für den Brandfallbestimmten Drillichjacken mussten von den Feuerwehrleuten selbst angeschafft werden. Dieses gesamte Material wurde in einem klenen Backsteinhäuschen bei Stratmanns Hof untergebracht.

Im Brandfalle hatten sich die Feuerwehrleute, durch die Feuerhörner herbeigerufen, auch dort zu sammeln, sich auszurüsten und mit der Feuerspritze zum dem Brandherd auszurücken.

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Die Eigenständigkeit der Budberger Wehr ab 1913 unter Fritz Becker

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Da sich die Lösung einer gemeinsamen Feuerwehr mit den Büderichern als problematisch erwies hatte, trennten sich im Jahre 1913 die Budberger aus dem Verbund, um eine eigene Feuerwehr zu gründen. Die Probleme bestanden unter anderem in den zu langen Meldewegen und der Tatsache, das der Chef der Gesamtwehr in Budberg wohnte, während die meisten Brände in Büderich stattfanden.

 

Während die Büdericher am 5. August 1913 Fritz Wrede als Ersatz für Fitz Becker wählten, übernahm dieser in Budberg die Leitung. Im alten Budberger Kassenbuch wird das Datum des 3. Septembers 1913 als der Tag erwähnt, an dem die Kassen getrennt wurden. Aber trotz der Trennung voneinander haben beide Wehren bis heute ein sehr freundschaftliches Verhältnis zueinander, was sich bei zahlreichen gemeinsamen Übungen und Einsätzen zeigt.

 

Ihre erste bekannte „Feuerprobe“ die die neugeschaffene Feuerwehr zu bestehen hatte, fand im Jahre 1916 bei einem Brand des Hauses des Rechtsbeistands Göbel an der heutigen B63 statt. Es wird heute noch erzählt, dass die Wehrleute nicht nur den Brand, sondern auch ihren Durst in Steinmanns Gastwirtschaft gelöscht hätten. Dieses „Löschen“ dauerte nicht nur einen sondern gleich zwei Tage lang.

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Die Zeit von 1918-1930 unter Wehrführer Franz Klopries

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Nach langjährigen Dienst in der Feuerwehr stellte der Gründer Fitz Becker im Jahre 1918 sein Amt aus Altersgründe zur Verfügung und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Als Nachfolger wurde Franz Klopries gewählt. Zu Beginn seiner Amtszeit waren folgende Wehrleute aktiv:

 

- Franz Klopries

- Fritz Becker ( Ehrenmitglied )

- Fritz Becker

- Joseph Brasse

- Theodor Beckmann

- Fitz Beckheier

- Theodor Beckheier

- Franz Diestelhoff

- Caspar Foschepoth

- Theodor Feldmann

- Franz Göbel

- Wilhelm Hünnies

- Heinrich Heilf

- Wilhelm Klopries

- Heinrich Kolter

- Franz Rinsche

- Wilhelm Rubart

- Fritz Rogge

- Wilhelm Rebein

- Josef Rebein

- Fritz Steimann

- Heinrich Stolle

- Josef Schwarzkopf

- Franz Volmer

 

Allmählich zeigte sich im Laufe dieser Periode, dass es nicht nur die Aufgabe der Feuerwehr ist, Brände zu löschen, sondern auch immer stärker technische Hilfeleistungen mit einzubeziehen. Diese zeigt sich Allerheiligen 1920, als ein Sturm das Dach der Scheune von Eickelmeier, heute Wimmeler, anhob, woraufhin das Gesamte Bauwerk zusammenbrach.

Vornehmliche Aufgabe war allerdings immer noch die Brandbekämpfung. Und dass es aber trotz aller Brandschutzmaßnahmen brenne kann, zeigte sich bei einem Brand an 11. September 1921, als die östliche Scheunenseite des Hofes des Ehrenmitgliedes Fritz Becker in Flammen aufging. Die mehrere Tage andauernden Bemühungen der Feuerwehr hatten zum Erfolg, dass die angrenzenden Gebäude nicht zu Schaden kamen. Zum nächsten in Erinnerung gebliebenen Einsatz der Budberger Feuerwehrmänner kam es während der Kartoffelernte im September 1925. Das Feuer, das in der Backstube und dem angrenzenden Schuppen des Bäckers Hagenschneider ausbrach, konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht werden.

Was bei diesem Brand erreicht wurde, war bei einem Brand am 08.01.1926 leider nicht möglich. Das Haus des Heinrich Wendel, heute das Haus des Löschgruppenführers Michael Göbel, brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das nachfolgende Dokument eines Landjägers vom 14.06.1927 schilderte einen Brand im Gebäude des Schleifers Josef Marker.

Hier die Übersetzung:

Werl, den 14. Juni 1927


An die Polizeibehörde des Amtes Werl

zu Werl.

Am heutigen Tage den 14.06.27 gegen 1 ½ ist bei dem Schleifer (Invaliden) Josef Markerin Budberg in seinem Haus ein Feuer ausgebrochen und ist hierbei das Dach bzw. das obere Stock ausgebrannt. Das Gebäude ist bei der Westfälischen Provinzial Feuer Sozietät mit 6000 R.M. versichert. Sämtliches Mobiliar ist gerettet worden. Marker sowie seine Hausgenossen wollen z. Zt. Alle im Haus bzw. in der Stube aufgehalten haben. Fremde Personen wohnen nicht im Hause. Wie und wodurch das Feuer entstanden ist, war bisher noch nicht festzustellen bzw. zu ermitteln. Marker wollte sich angeblich in diesem Moment aus dem Haus begeben um Gras zu holen, als er mit einem Mal Rauch aus seinem Haus aufsteigen sah. Über die Entstehungsursache war bisher noch nichts zu ermitteln. Weitere Ermittlungen werden weiter angestellt.

Landjägermeister

 

Die Jahre von 1930-1934

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In der nun folgenden Zeit wechselten die Wehrführer oft:

Nachdem Franz Klopries aus Altersgründen im Jahre 1930 sein Amt niederlegte, wurde Wilhelm Klopries zum neuen Wehrführer gewählt. In diese Zeit fiel auch der Umzug der Feuerwehr zu ihrem neuen Standort auf dem Hof von Fritz Becker jun. , da im Zuge der Gebietsreform die Kreisstraße auf die heutige Tresse verlegt wurde und das Gerätehaus ohne Anbindung an eine Verkehrsstraße war. Dieses alte Gerätehaus existiert heute nicht mehr, da es abgerissen wurde. In der neuen Unterkunft installierten die Feuerwehrleute ein Schlauchtrockenanlage, die noch lange in Betrieb war.

 

Wegen des plötzlichen Todes von Wilhelm Klopries am 28.11.1932 wurde Fritz Becker jun. kommissarisch zum Wehrführer bestellt. Aus seiner zweijährigen Amtszeit sind keine erwähnenswerten Schadensereignisse bekannt.

 

 

Die Amtszeit des Brandmeisters Franz Göbel von 1934-1964



Im Jahr 1934 trat das neue „Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933“ in Kraft. Die Budberger Feuerwehr wurde, wie es das Gesetz verlangte, aufgelöst und als „Feuerlöschzug Budberg“ in die Feuerwehr des Amtes Werl eingegliedert. Sie war auch nunmehr kein „lockerer“ Verein mehr, sondern eine Körperschaft öffentlichen Rechts, deren Träger das Amt Werl war, das für die Unterhaltung und Ausstattung der Wehren nun auch gesetzlich verpflichtet war. Im Rahmen dieses Gesetzes hatte erstmalig auch ein „Brandmeister“ der Wehr vorzustehen, woraufhin die Budberger Wehrleute Franz Göbel wählten. In den folgenden Jahren änderte sich einiges im Feuerlöschwesen, zum Beispiel übten sich die Feuerwehrleute nicht nut in Brand- und Katastrophenbekämpfung, sondern sie mussten auch marschieren üben.

Ein weiters Reichsgesetz vom 28.11.1938 brachte den Feuerwehren einen weiteren tiefen Einschnitt: Sie wurden eine Abteilung der Polizei und nannten sich jetzt „Feuerlöschpolizei“. Ihre Aufgabe bestand darin, Luftschutzübungen durchzuführen, wobei auch die Bevölkerung hinzugezogen wurde. Das neu Gesetz gab den örtlichen Polizeiorganen auch die Möglichkeit, Zivilbürger zum Dienst in der Feuerwehr zu verpflichten, da wegen des Wehrdienstes viele aktive Feuerwehrkameraden fehlten.

In den Kriegswirren von 1938-1945 gab es auch für die Budberger Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Beispielhaft waren die Brandeinsätze im Nachbardorf Holtum, die durch Brandbomben ausgelöst wurden. Diese Angriffe, die teilweise verheerende Schäden verursachten, galten weniger den betroffenen Dördern als dem Fliegerhorst in Werl.

 

Am Morgen des 8. April 1945 beschossen amerikanische Geschütze Budberg: Die Scheune des Hofes Voss und das Wohnhaus Diselhoff wurden getroffen und brannten bis auf die Grundmauern nieder. Auch andere Anwesen wurden beschossen und teilweise zerstört. In einem Fall gab es auch Todesopfer zu beklagen, darunter war auch der frühere Feuerwehrchef Fritz Becker jun.

Da die Feuerwehr in das Polizeiwesen eingebunden war und dementsprechend deren Uniformen trug, vermuteten die Amerikaner in Ihr eine paramilitärische Einrichtung, was u. a. zur Folge hatte, das der Brandmeister Franz Göbel beinahe von ihnen erschossen wurde. Aus diesem Grund vernichtete er auch sämtliche Unterlagen aus dieser Zeit, um nicht noch auch andere Kameraden zu gefährden. In der Nachkriegszeit wurde mit dem allgemeinen Wiederaufbau auch die Feuerwehren wieder neu organisiert. Ein Anfang wurde mit dem Kauf einer Motorpumpe gemacht, die man für 500 RM von einem polnischen Flüchtling erstand. Die Mittel dar für wurden durch die Anstrengungen des Bürgermeisters Fritz Rinsche, der von den Amerikanern eingesetzt worden war, und dem Organisationstalent Franz Schwarzkopf beschafft. Die nunmehr nicht mehr benötigte Handdruckspritze wurde verkauft.

Die Geräte der Feuerwehr fanden unter dem Kornboden des Hofes Rinsche ihren neuen Platz. Die Pumpe und die Schläuche wurden auf einem Federwagen verstaut, der zu Übungen und Einsätzen mit der Hand gezogen werden musste.

 

Im Laufe der Zeit benötigte Fritz Rinsche diese Räume selbst und die Feuerwehr zog mit der ganzen Ausrüstung 1948 auf die Deele der Familie Heilf, heute Bastert. Im gleichen Jahr entstand unter dem Einfluss der Militärregierung das Feuerlöschgesetz vom 02.06.1948, mit dem die vor 1933 geltenden Grundsätze weitgehend wieder eingeführt wurden und Feuerwehr wieder ihrem eigentlichen Zweck, dem Feuer- und Katastrophenschutz, zugeführt wurde. Dass die alten Gesetze aus dem 3. Reich zwar äußerlich die Feuerwehr veränderten, den eigentlichen Sinn und vor allem die innere Einstellung der Feuerwehrkameraden jedoch nicht erschüttern konnten, zeigt allein schon die Tatsache, dass der 1934 gewählte Brandmeister Franz Göbel noch bis 1964 im Amt blieb.

 

Im Laufe seiner weiteren Amtszeit kamen immer mehr Geräte zu Ausrüstung hinzu, so dass 1955 ein Tragkraftspritzenanhänger gekauft wurde, mit dem das Gesamte Material transportiert werden konnte. Im Laufe der Zeit kam es zu folgenden Bränden in Budberg:

 

Am 18.03.1957 brach in der Schreinerei Rehbein ein Feuer aus, dass schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Schwieriger wurde es allerdings an 19. September des gleichen Jahres: der Knecht auf dem Hof Stratmann steckte die Scheunenanlage in Brand, die Restlos nieder brannte. Die Wehrleute mussten eine dreitägige Brandwache stellen, da das eingelagerte Stroh immer wieder aufloderte. In den angrenzenden Nebengebäuden wurde ebenfalls Spuren von Brandstiftung entdeckt, hier entzündete sich das Feuer jedoch nicht. Am 13. Mai 1960 wurde der Hof Stratmann wieder von einem Feuer betroffen, dass durch einen Blitzschlag ausgelöst worden war. Im gleichen Jahr am 4. Dezember 1960, kam es in Budberg zu einer Hochwasserkatastrophe, durch die fast alle Keller im Dorfzentrum unter Wasser standen. Im Keller der Gastwirtschaft Hagenschneider tanzten die leeren Bierfässer unter der Decke, und das Vieh des Hofes Voß musste vor Ertrinken gerettet werden.

Durch die Unvernunft eines Kindes das mit Streichhölzern auf einem Strohhaufen gespielt hatte, ging dieser am Nachmittag des 30.08.1963 in Flammen auf.

 

Die Amtszeit des Brandmeisters Franz Reimertz von 1964-1968


Im Alter von 66 Jahren stellte Franz Göbel in der Versammlung vom 28.02.1964 mach 30jähriger Pflichterfüllung sein Amt als Leiter der Feuerwehr zu Verfügung und wurde Einstimmig zum Ehrenbrandmeister ernannt. Die Wahl des Nachfolgers viel auf das langjährige aktive Mitglied Franz Reimertz, der am 01.Mai 1964 in sein Amt bestellt wurde. Zu beginn seiner Amtszeit wurde im März 1964 auf dem Dach des Hofes Becker eine Sirene installiert, so dass das Zeitalter der guten alten Feuerhörner endgültig vorbei war.

Eine weitere technische Neuerung bestand in der Anschaffung einer neuen Pumpe des Typs TS 8/8, die die alte, nach dem Krieg beschaffte Pumpe ablöste. Sie wurde am 11.April 64 von Pfarrer Kirchner eingeweiht. Ein Problem, das die Budberger Wehrleute schon 30 Jahre beschäftigte, seit sie kein eigenes Domizil mehr besaßen und Ihre Unterkunft auf verschiedenen Bauernhöfen fanden, wurde unter der Regie von Franz Reimertz noch eindringlicher angegangen. Nachdem wie ein Kostenvoranschlag der Büdericher Baufirma Drees belegt, geplant wurde, die jetzige bleibe bei Heilfs auszubauen, wurde im Jahr 1966 zu Tat geschritten. Im Oktober 1966 wurde mit dem Spatenstich für den Bau des heutigen Gerätehauses getan, nachdem Kreisbrandmeister Quante-Rinsche für einen Neubau und dessen Finanzierung ausgesprochen hatte. Nach zweijähriger Bauzeit konnte das Gebäude im Oktober 1968 bezogen werden.

In dieser Amtszeit kam es zu folgenden Bränden:

Am 28. Juli 1964 brannte an der Bahnlinie ein abgeerntetes Feld ab, dass durch Funkenflug einer vorbeifahrenden Dampflokomotive entstand. Aus demselben Grund entstanden entlang der Bahnlinie Brände bis nach Lippstadt.

Am 04.10.1964 sichteten die Feuerwehrleute bei einer Übung eine schwarze Rauchwolke über der Borg. Die Scheune des Gutes des Barons von Plettenberg stand in Flammen. Unverzüglich rückten die Budberger aus, um zusammen mit den anderen Feuerwehren bei der Brandbekämpfung zu helfen. Da zufällig ein Budberger Hobbyfilmer anwesend war, existiert von diesem Brand heute noch ein filmisches Dokument.

Am 19.10.1966 brannte ein Holzschuppen bei Steimanns and der B63 ab.

Nicht der Rote Hahn, sondern der Blanke Hans sorgten am 15.06.1968 für einen Einsatz in Büderich, wo infolge von schweren Wolkenbrüchen zahlreiche Wassereinbrüche in den Häusern zu verzeichnen waren. Westönnen und Ostönnen wurden damals zu Notstandsgebieten erklärt. Bei diesem Einsatz wäre Kamerad Fritz Beckheier beinahe in einem offenen Kanal ertrunken.

Die Budberger Wehr im Jahre 1964 von Links:

Franz Göbel, Egon Biekmann, Fritz Klopries, Wilh. Linschulte, Franz Scharzkopf, Herbert Stratmann, Josef Voss, Friedhelm Klopries, Johannes Schlinkert, Fritz Beckheier, Frant Reimertz, Heinrich Teigel, Josef Distelhoff, Heinrich Gehrke, Ludwig Kathegener.

 

In einer außerordentlichen Versammlung am 27.07.1968 wurde Johannes Schlinkert für den aus Gesundheitsgründen zurückgetretenen Franz Reimertz zum neuen Löschgruppenführer gewählt. Er vollendete das Werk seines Vorgängers mit der Einweihung des neuen Gerätehauses am 24.05.1969 im Beisen der Budberger Kameraden und der umliegenden Feuerwehren. In den Beginn seiner Amtszeit fällt der Anfang einer neuen Zeitperiode der Budberger Feuerwehr. Mit der kommunalen Neuordnung vom 01.07.1969 werden die Budberger in die Gesamtwehr Werls eingegliedert, ebenso wie das Dorf Budberg zu einem Ortsteil Werls wurde. Seit diesem Datum heißt unsere Feuerwehr „Freiwillige Feuerwehr Werl Löschgruppe Budberg“. Nach anfänglicher Skepsis der Kameraden hat sich diese Einbindung letztendlich doch bewährt was sich besonders in Gemeinschaftsübungen mit anderen Werler Löschgruppen zeigt. Die technische Entwicklung in dieser Zeit hätte eine derartigen Zusammenschluss ohnehin nötig gemacht, da eine kleine Löschgruppe mit der Bekämpfung von Bränden bei großen Industrieunternehmen überfordert gewesen wäre.

 

Eine weitere Änderung stand im Jahr 1975 an. Die Gesamtwehr Werl gliederte sich in sechs so genannte Züge, was für die Budberger bedeutete, dass sie zusammen mit der Feuerwehr des inzwischen eingemeindeten Ortsteils Hilbecke den Zug V bildete. Die Züge haben die Aufgabe, bei Einsätzen aus Gründen der Vorsicht gemeinsam auszurücken. Ebenso werden mindestens zwei Übungen pro Jahr gemeinsam veranstaltetet, um eine gute Koordination bei beiden Mannschaften am zu Verfügung stehenden Geräte zu gewährleisten.

 

Auch auf dem Gebiet der technischen Ausrüstung beginnt für die Budberger Feuerwehr ein neuer Zeitabschnitt. Am 16.03.1978 bekommt die Feuerwehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-T zur Verfügung gestellt und muss nun nicht mehr mit Trecker und Anhänger zu Einsätzen ausrücken. Das Vorher in Büderich stationierte Fahrzeug wurde für die Erfordernisse und Gerätschaften Budbergs umgebaut.

 

Zu dieser Zeit verjüngte sich die Löschgruppe durch den Eintritt vieler junger Kameraden. Bedingt durch Ihr junges Alter und Ihre Begeisterungsfähigkeit sowie die Ausbildung durch den Kameraden Willi Rolfes von der Löschgruppe Hilbeck bildete sich eine Leistungsgruppe heraus, die seitdem regelmäßig an den Leistungswettkämpfen des Kreises Soest teilnimmt. Des Weiteren nutzen die Kameraden auch das reichlich Ausbildungsangebot in Werl, das aus dem Grundlehrgängen zum Feuerwehr- und Oberfeuerwehrmann und Maschinisten- und Atemschutzlehrgängen usw. besteht. Dieses in der Theorie erworbene Wissen ergänzt auf ideale Weise die langjährige praktische Erfahrung der älteren Kameraden.

Ein weiteres Wichtiges Datum ist der 07. September 1982, an dem der Löschgruppe das jetzige Einsatzfahrzeug TSF zu Verfügung gestellt wurde. Mit diesem Fahrzeug konnten erstmalig auch mehrere Feuerwehrleute zum Einsatzort befördert werden, was bei dem alten Fahrzeug mit dieser Personenzahl nicht möglich war. Auch in der Ausrüstung ist dieses Fahrzeug dem alten überlegen, was sich unter anderem auch in der Ausrüstung mit Funk- und Atemschutzgeräten zeigt.

Am 01.10.1982 wurde das Alarmierungs- und Funksystem des Kreises in der Einsatzleitstelle Soest zentralisiert. Daraus resultierend wird die Sirene auf Beckers Hof nicht mehr manuell auf einen Telefonruf hin ausgelöst, sondern durch die Funksteuerung von der Leitstelle oder der Feuerwache Werl. Dieser Meldeweg verkürzt die Alarmauslösung erheblich, da sofort nach der Meldung eines Brandes über den Telefonnotruf 112 die Sirene zentral ausgelöst wird. Mit dem Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren am 08.08.1988 scheidet Johannes Schlinkert aus dem aktiven Dienst aus und bleibt der Alters- und Ehrenabteilung noch lange erhalten.

 

 

 


Im Laufe dieser Amtszeit kam es in Budberg bzw. Umgebung zu folgenden Einsätzen:


- 20.07.1972 Traktor , sowie Strohflächenbrand bei Haus Borg

 

- 14.10.1972 Brand eines PKW

 

- 08.06.1975 Heuhaufenbrand

 

- 26.08.1978 Mädrescherbrand in Hilbeck

An diesem Tag ging infolge von Überhitzung in Hilbeck

ein Mähndrescher in Flammen auf, der in einer Scheune Stand.

Die Budberger Kameraden wurden ausgerechnet in dem Augenblick

zu Hilfe gerufen, als sie gerade das Einsatzfahrzeug ausgeräumt

hatten,um es von innen zu lackieren, Eiligst wurde das Material

wieder eingeräumt. Nach der Rückkehr von dem Einsatz waren die

Ausrüstungsgegenstände sowie die Hände der Kameraden voller

Farbe und die Arbeit mussten von neuem aufgenommen werden.

 

- 27.01.1980 Dachstuhlbrand bei Steinmanns

 

- 05.09.1980 Ölalarm am „Kaikenkümpel“ und am Budberger Bach: Mehrere Tage

lang dauerte der Einsatz, der aufgrund der Rücksichtslosigkeit eines

nie ermittelten Tanklastwagenfahrers zustande kam. Dieser hatte

ca. 4000 Liter mit Wasser  vermischtes Heizöl in der Nähe des

Hofes Stratmann in den Kaikenkümpel abgelassen. Hier mussten

in dreitägiger Arbeit eine Ölpest und deren Folgen verhindert

werden.

 

- 20.02.1981 Treppenhausbrand im Bahnwärterhaus

 

- 12.04.1081 Hochwasseralarm im Gesamten Budberger Dorfgebiet

 

- 29.09.1982 Heuhaufenschwelbrand am Autobahnzubringer

 

- 25.12.1983 Kleiner Zimmerbrand im Neubau des Hofes Voss

 

- 17.03.1984 Wasserrohrbruch vor der Budberger Kapelle

 

- 11.05.1984 Technische Hilfeleitung an der Gemeinschaftshalle wegen einer

„kochenden“ Autobatterie.

 

- 13.06.1984 Großbrand bei der Fa. Turflon, Büderich. Bei diesem Brand waren

die Wehrleute mit Kameraden aus Büderich, Holtum und Werl

im Einsatz

 

- 21.09.1984 Hauptwasserleitungsbruch in Holtum

 

- 15.01.1985 Bergung eines verunglückten PKW am Budberger Bach

 

- 08.03.1985 Ölspur auf der Michaelstraße beseitigt

 

- 26.06.1985 Keller bei Paul ausgepumpt

 

- 12.10.1985 Verschlammte Fahrbahn der Kreisstraße gereinigt

 

- 15.01.1985 Hochwassereinsatz Michaelstrasse/Tiggestrasse

 

- 06.04.1986 Hochwassereinsatz am Iwering in Höhe des früheren Hofes Rinsche

 

 

 

 

Die aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Budberg

 

Obere Reihe : Norbert Kalthegener, Michael Göbel, Jürgen Bretschneider,

Thomas Gehrke, Detlef Gehrke, Martin Reimertz,

Thomas Kalthegener

Mittlere Reihe: Christian Paul, Andreas Ross, Thomas Böcker, Armin Paul,

Günter Linschulte, Burkhard Klopries, Werner Schwarzkopf

Untere Reihe: Franz Bastert, Werner Gießer , Helmut Schulte,

Johannes Schlinkert, Fritz Beckheier, Franz-Josef Göbel,

Friedhelm Brinkmann, Ludwig Kaltehgener.

Es fehlen: Karl-Heinz Sihle, Egbert Klopries, Hubert Klopries,

Adolf Klopries.


Aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Budberg seit Ihrer Gründung bis 1986

( 75 jähriges Bestehen )

 

1 Bastert, Franz

2 Becker, Fritz

3 Becker, Fritz ( Sohn von 2 )

4 Becker, Fritz ( Sohn von 3 )

5 Beckheier, Fritz

6 Beckheier, Fritz ( Sohn von 7 )

7 Beckheier, Heinrich ( Sohn von 5 )

8 Beckheier, Konrad ( Sohn von 5 )

9 Bieckmann, Bernhard ( Sohn von 20 )

10 Bieckmann, Egon

11 Bieckmann, Franz

12 Bieckmann, Theodor

13 Böcker, Thomas

14 Borgmann, Josef

15 Brasse, Joseph

16 Bretschneider, Jürgen

17 Brinkmann, Friedhelm

18 Darsow, Karl

19 Darsow, Karl ( Sohn von 18 )

20 Distelhoff, Caspar

21 Distelhoff, Franz

22 Distelhoff, Josef

23 Durstewitz, Christoph

24 Eickemeier, Heinrich

25 Feldmann, Franz

26 Feldmann, Theodor

27 Foschepoth, Casper

28 Gehrke, Heinrich

29 Gehrke, Detlef ( Enkel von 28 )

30 Gehrke, Thomas ( Enkel von 28 )

31 Giesser, Werner

32 Göbel, Franz

33 Göbel, Franz-Josef ( Sohn von 32 )

34 Göbel, Michael ( Sohn von 33 )

35 Gravenhoff, Franz

36 Gromotka, August

37 Hagenschneider, Bernhard

38 Heilf, Heinrich

39 Hennekämper, Hermann

40 Hohoff, Hans

41 Hünnies, Franz

42 Hünnies, Wilhelm

43 Jolk, Willi

44 Kalthegener, Kaspar

45 Kalthegener, Ludwig ( Sohn von 49 )

46 Kalthegener, Norbert ( Sohn von 45 )

47 Kalthegener, Theodor

48 Kalthegener, Thomas ( Sohn von 45 )

49 Kalthegener, Wilhelm

50 Klopries, Adolf ( Sohn von 59 )

51 Klopries, Burghard ( Sohn von 50 )

52 Klopries, Egbert ( Sohn von 50 )

53 Klopries, Franz

54 Klopries, Franz ( Sohn von 59 )

55 Klopries, Franz-Josef ( Sohn von 54 )

56 Klopries, Fritz ( Sohn von 60 )

57 Klopries, Friedhelm ( Enkel von 60 )

58 Klopries, Hubert

59 Klopries, Josef

60 Klopries, Wilhelm

61 Kolter, Heinrich

62 Kolter, Theodor ( Sohn von 61 )

63 Leifert Josef

64 Linschulte Wilhelm

65 Linschulte, Günter ( Sohn von 64 )

66 Lübbers, Josef

67 Marker, Josef

68 Nienaber, Heinz-Georg

69 Paul, Arnim

70 Paul, Christian

71 Rehbein, Josef

72 Rehbein, Wilhelm

73 Reimertz, Franz

74 Reimertz, Martin ( Sohn von 73 )

75 Rinsche, Franz

76 Rinsche, Fritz

77 Rinsche, Hubert

78 Röttger, Wilhelm

79 Rogge, Fritz

80 Ross, Andreas

81 Rubart, Josef

82 Rubart, Wilhelm

83 Schlinkert, Johannes

84 Schlinkert, Johannes ( Sohn von 83 )

85 Schmitz, Fritz

86 Schulte, Helmut

87 Schwarzkopf, Franz ( Sohn von 88 )

88 Schwarzkopf, Josef

89 Schwarzkopf, Werner ( Enkel von 88 )

90 Sihle, Karl-Heinz

91 Steinamnn, Fritz

92 Steimann, Josef

93 Stolle, Heinrich

94 Stratmann, Herbert

95 Teigel, Heinrich

96 Volmer, Franz

97 Volmer, Theodor

98 Voss, Josef

99 Wimmeler, Karl

100 Zuch, Gerhard

 

Das Feuerwehr Gerätehaus nach dem Anbau 2006:

Das  Fahrzeug der Löschgruppe bis zum 20.05.2008

 

Angang 2008 wird die Löschgruppe eine neues Fahrzeug (TSF-W-) erhalten.

 

Am 20.05.2008 konnte die Löschgruppe Ihr neues Fahrzeug in Empfang nehmen. Mehrer Bilder hierzu finden Sie in der Bildergalerie.