Westfalenpost

Kreisverkehr in Budberg liegt auf Eis (30.11.2007 Westfalenpost)

Werl-Budberg. (vol)

Für die Budberger gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht.

Zuerst die gute Mitteilung: Der geplante Radweg entlang der
Michaelstraße, dessen Realisierung Anfang 2005 in die Sackgasse geraten
war, ist wieder auf der Überholspur. Die weniger gute Botschaft: Der
Kreisverkehr an der Einmündung Michaelstraße / Iwering ist in die
Warteschleife geraten.

Doch der Reihe nach: 2004 hatte Bürgermeister Michael Grossmann den
Budbergern versprochen, "der lang ersehnte Fuß- und Radweg entlang der
Michaelstraße wird gebaut".

Dann der Rückschlag am 13. März 2006: Der Regionalrat stellte das
Budberger Projekt in der "Vorhabenliste kommunaler Radwege" zurück. Er
legte die vorgesehene Zuwendung des Landes --- immerhin 63 400 Euro ---
auf Eis.

Doch die Stadt gab nicht auf. In allen regionalen und überregionalen
Gremien unterstrichen Verwaltung und Politik die Wichtigkeit des
Kombiweges.

Nun die gute Nachricht: Der Budberger Radweg entlang der Michaelstraße
ist in das mittelfristige Programm für 2008 gesprungen. Die Werler
Stadtverwaltung möchte ihn sogar für 2008 in die absolute
Prioritätenliste setzen und 30 000 Euro für den Bau bereitstellen. Hier
hat der Rat das letzte Wort.

Anders sieht es beim Kreisverkehr Michaelstraße / Iwering (K 18) aus.
Für seine Realisierung ist der Kreis Soest zuständig. Sein Bau war für
das Jahr 2008 avisiert. Mit einem Durchmesser von 16 Metern sollte der
Minikreisel, auf dem Iwering liegend, den Ölkamp mit der Michaelstraße
verbinden. Die Umsetzung dieser Planungen ist nun erst einmal in das
Jahr 2009 gerückt. Der Leiter der Abteilung Straßenwesen beim Kreis
Soest, Heinz Georg Trelle: "Die Fahrbahn des Iwerings --- von der B 63
bis zum Ende der Budberger Ortsbebauung --- ist in einem sehr schlechten
Zustand." Im "Fahrbahnerneuerungs-Programm" des Kreises für das Jahr
2009 sei die Sanierung des Iwerings vorgesehen. Heinz-Georg Trelle:
"Deshalb neige ich dazu, auch den Bau des Minikreisels um ein Jahr zu
verschieben." Dann müsse der Bautrupp nicht zweimal anrücken, und die
Maßnahme kann kostengünstiger werden.

Auf der anderen Seite kennt Heinz-Georg Trelle auch die Sorgen der
Budberger um ihre Kinder. Darum verspricht der Leiter Straßenwesen:
"Wenn wir es finanziell eben hinkriegen, dann versuchen wir, den Kreisel
noch 2008 zu bauen."